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Sprengel Museum Hannover
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Pysall Ruge  Architekten: Projekt SPM, Bild Nr.10
Museum für zeitgenössische Kunst – Erweiterungsbau, Hannover
Internationaler Realisierungswettbewerb 2009
Größe: NF 4.378 qm
Baukosten: € 25 Mio. €
Bauherr: Landeshauptstadt Hannover, Deutschland
Projektteam: Justus Pysall, Byoung Gil Jung, Sebastian Gade, Alicija Kepka



Entwickelt aus der Sachlogik innerer und äußerer Bezüge ist der Neubau als selbstständiger Baukörper entworfen.
Mit dem Skulpturenpatio findet die Flanierebene vom Haupteingang kommend einen adäquaten Endpunkt und Wegeführung in das neue Placement. Vom Rudolf-von-Benningsen-Ufer und „Auf dem Emerberge“ kommend fügt sich der Neubau in den städtebaulichen Kontext in Volumen und Höhenentwicklung ein. Zu den Wohngärten wahrt das Museum die Grenzabstände und übersetzt die Kleinteiligkeit der Häuser in eine filigrane Fassade. Die Programmelemente bilden die Körper unterschiedlicher Materialität und Transparenz. Weißer geschliffener Beton mit einem hohen Anteil von weißen Fluss- und Glaskieseln bildet die leicht schimmernde Materialität der Sammlung und des Depots.
Von weiß bis zur absoluten Transparenz in unterschiedlichen Graden der Durchlässigkeit erhalten die Kubaturen funktionales Licht, beleuchtete Wege, Ausblicke auf den Maschsee und in den Garten. Die transparenten Flächen offenbaren den Maßstab in der Ästhetik der Abstraktion. So treten die geschlossenen Kubaturen und diaphanen Effekte aus variierendem Weiß in einen Dialog mit der schlichten, hellen Metallpanelfassade des Bestandbaus.
Die interne Organisation folgt der funktionalen Aufgabenstellung in klarer Raumgliederung und Trennung der Besucher und Museumspersonalbereiche. Die Verbindung von Bestands- zum Neubau ist für den Besucher als kurzweiliger Weg mit Pausenbereich , Museumsshop sowie Café und Infotresen versehen. Schnell orientierbar durch direkte Blickbeziehung erfolgt die Verteilung vom Placement in die Sammlung Schwitters, die Fotosammlung und Wechselausstellung im 1.OG. Die Wegeführung im Placement lässt gleichzeitig den Museums- und Veranstaltungsbetrieb zu. Die Anlieferung für Küche und Catering erfolgt kreuzungsfrei vom Museumshof. Die Vielfältigkeit künstlerischer Arbeiten, Exponaten und Austellungsszenographien nachkommend ist die Wechselausstellung als frei unterteilbarer Single Space White Cube entworfen. Dies kommt dem Anspruch zukunftsfähiger Flexibilität und den international immer größer werdenden Objekten, Bildern und Skulpturen nach.
Die Beleuchtung erfolgt durch eine homogene Diffuslichtdecke als Teil des Niedrigenergiekonzepts. Neben der Decke sorgen strategische Ausblicke für Besinnungsbereiche während des Sammlungsrundgangs. Sie dienen dem Seitenlicht bei der Präsentation von lichtunempfindlichen Skulpturen oder werden durch „black-out“ geschlossen bei Einbeziehung der Bereiche in die Ausstellung.

Die Erweiterung ist als nachhaltiges Museum unter ganzheitlicher Berücksichtigung folgender Kriterien geplant.
• Nachhaltiger Umgang mit den energetischen Ressourcen für einen minimierten Primärenergiebedarf des Gebäudes
• Einsatz umweltschonender Baustoffe in ihrer Ökobilanz von Gewinnung über Herstellung bis zur Nutzung, Lebenszyklus und Maintenance
• Nachhaltiger Umgang mit öffentlichen Gütern
• Besondere Berücksichtigung von Gesundheit und Behaglichkeit bei Nutzung des Gebäudes
• Nachhaltiger Gebäudebetrieb hinsichtlich flexibler Nutzungskonzepte und betrieblicher Aufwendungen
• Besondere Berücksichtigung und Einhaltung soziokultureller Aspekte, der Integration in die Nachbarschaft sowie Belange Geh-, Seh- und Hörbehinderter Menschen
Stadtmuseum Kassel
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Umbau und Erweiterung des historischen Stadtmuseums in Kassel, Deutschland
Internationaler Realisierungswettbewerb 2009
Größe: NF 1.950 qm
Baukosten: € 4 Mio.
Bauherr: documenta-Stadt Kassel
Projektteam: Justus Pysall, Byoung Gil Jung



Bereits in der Wilhelmstraße beginnen Tupfen, Flecken und Spots, sie leiten als bread crumbs navigati-on - wecken die Neugier darauf, wohin sie wohl führen werden.

Ihr Material findet sich wieder im Erweiterungsbau des neuen Stadtmuseums. Weiß, cremig, pastell bis absolut transparent mit unterschiedlichem Grad der Durchlässigkeit bildet es die Fassade für die Muse-umserweiterung.

Sandgestrahlte Glasfliesen unregelmäßiger Größe, leicht zueinander gekippt, bilden die sich ständig im Licht verändernde geschlossene Haut. Opak - milchig geben kleine Öffnungen tagsüber Lichttupfen im Innern und Lichtsprenkel in der Nacht. Als mehrschichtige Lüftungsflügel nehmen die Fenster Bezug zu den Fensteröffnungen des Altbaus auf - und so wurzelt das Neue im Alten.

Die Erweiterung für die historischen Schätze der Stadt Kassel ist ein einfaches Volumen
- eine treasure box - es schmiegt sich an den Altbau an, lässt seine Substanz größtmöglich bestehen und bildet mit ihm eine funktionale Einheit.

Der repräsentative Eingang führt über das Museum, eine offene Treppe verbindet die unterschiedlichen Funktionen. Ein zweites, geschlossenes Fluchttreppenhaus dient als Personalzugang und sorgt für die flexible Nutzbarkeit und Abtrennbarkeit unterschiedlicher Ebenen.

Die Architektur des Hauses erschließt sich über die funktionalen Anforderungen.

Der Ausbau des Altbaus ist auf ein flexibles, langlebiges Gerüst für sich ständig weiterentwickelnde Aus-stellungskonzeptionen ausgelegt. Die vier chronologisch aufeinander folgenden Epochen sind als Rundgang über zwei Etagen angelegt - in Raumgruppen, die die Pointierung oder Akzentuierung von besonderen Ausstellungshighlights ermöglichen. Im gut belichteten Keller mit begrüntem Innenhof werden die Ausstellungen vorbereitet und finden auch die Nebenräume ihren Platz.

Der Neubau ab 3.Obergeschoss übernimmt den getrennt vom Museum nutzbaren Vortragssaal sowie die Museumskneipe, schaltbar, getrennt und gemeinsam nutzbar - mit Terrasse und Blick über Kassel.

Büros und Bibliothek bilden die oberste Ebene, der Ausbau mit leichten Trennwänden ermöglicht die zukünftige Umnutzung als Ausstellungsfläche.
SBZ Hamburg
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Pysall Ruge  Architekten: Projekt SBZ, Bild Nr.3
Eingeladener Wettbewerb 2. Preis, 2009
Sprach- und Bewegungszentrum in Hamburg Wilhelmsburg mit Zweifachsporthalle, Seminar- und Bewegungsräumen, Multifunktionsraum, Bibliothek und Café
Größe BGF 1.993 qm
Baukosten € 3,5 Mio. €
Bauherr IBA Hamburg GmbH
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Jan Müllender Byoung Gil Jung



„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“
Ludwig Wittgenstein



Sprache lernen ist ein aktiver Prozess, die Wertschätzung Katalysator für den Erfolg. Das neue SBZ ist deshalb nicht nur Raum, sondern auch Bühne, um den Erfolg präsentieren zu können.
Die offene und informelle Struktur des Hauses beginnt in einem multifunktionalen Foyer. Als Fortsetzung des Außenraumes verknüpft es das neue SBZ mit dem angrenzenden Jugendzentrum, der Schule und dem Park und stellt Raum für vielfältige Aktivitäten zur Verfügung, die auch über die Nutzungen des SBZ hinausgehen, wie Kinderfeste und Flohmärkte.
Von hier erfolgt die interne Erschließung von Sport-, Bewegungs- und Seminarbereich. Jedes dieser Module ist separat nutzbar und abtrennbar und wird zusätzlich auch von außen erschlossen, über die großzügige, auch als Fluchtweg dienende Außentreppe.
Die aktiven Bereiche Multifunktion und Bewegung bilden dabei einen räumlichen Verbund mit vielfältigen Blickbeziehungen und Bezügen zum Außenraum - im Erdgeschoss zur Freifläche gen Süden und im ersten Obergeschoss zu einer großzügigen Freiraum- und Bewegungsfläche in Richtung der Sporthalle. Durch die Zugänglichkeit über die Außentreppe steht diese auch getrennt von den Nutzungen des SBZ zur Verfügung und gibt den Kindern des Reiherstiegviertels ihren ehemaligen Bolzplatz als neuen Treffpunkt zurück.
Drei Lagen von weiß gebeizten Lärchenholzlatten bilden das Äußere des Gebäudes - teils dicht, teils mit weiterem Abstand und unregelmäßig zueinander gekippt. Die Fassade lässt sich so auf vielfältige Weise lesen - von Weitem als lichter Birkenhain, von Nahem als arabeskes Muster, von der Seitenansicht als Furnierstruktur. Doch sie erzählt vor allem ihre eigene Geschichte: ge-meinsam erbaut, mit lokalen Zimmermännern, Auszubildenden und Jugendgruppen lässt so die Fassade das Haus in die Herzen ihrer Erbauer wachsen.
Helle Farbtöne, helles Lärchenholz, natürliche Materialien mit hohen raumklimatischen Eigen-schaften (Lehmbauplatten, Holzböden, Silikatfarben) bestimmen die Innenräume. Tülbend - tür-kisch für leichte Stoffe - sorgen dabei als semitransparente, pastellfarbene Vorhänge für eine lebhafte, freundliche Atmosphäre sowie für eine dezente Privatheit.
So evoziert das Haus Neugier, die Welt der Sprache und Bewegung zu entdecken.

MOCA Wroclaw
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Internationaler Wettbewerb 3. Preis, 2008
Museum für Zeitgenössische Kunst, Ausstellung, Multimedia, Auditorium, Bildungsbereich, Restaurierung, Administration, Restaurants, Museumsshop, Förderverein
Größe BGF 25.836 qm
Baukosten € 41,8 Mio. €
Bauherr Stadt Wroclaw, Polen
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski



Mit der Umsetzung der Revitalisierungsplanung erhält die Stadt Wroclaw die historische Stadtstruktur aus einer dichten Blockbebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern zurück. Auf dem Wettbewerbsgrundstück verlangt die neue Nutzung des Quartiers eine neue Antwort.

Der Leerraum als gebautes Volumen, das vergangene Gebaute als Freifläche für die neue Nutzung ist unsere Antwort. In drei Einzelkörper aufgeteilt nimmt das Volumen des Museums Bezug auf die St. Bernhardiner-Kirche, die heute der Architekturhochschule dient.

Die unregelmäßige Stapelung positioniert den Kern der Nutzung entsprechend am Rand oder mittig des Gebäudes und lässt geschützte Zugänge sowie Terrassen für Freiraumausstellungen und -veranstaltungen entstehen.

Semitransparentes, weißes Gussglas mit gebrochenen Kanten bildet die monochrome Hülle des skulpturalen Baukörpers, durch Drehung und Verschiebung reagieren die raumhohen Elemente auf die unterschiedlichen Belichtungsanforderungen.

Das Spiel der Reflexionen im Glas wird am Abend durch glühende Untersichten gesteigert und lässt den Platz für Gegenwartskunst differenziert erstrahlen.
Muzeum Lotnictwa
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Museum für Luftfahrt und Aviationpark in Krakau, Polen
Wettbewerb 1. Preis 2005
Fertigstellung 2010
Größe Museum 4.504 qm Aviationpark 6,14 ha
Baukosten: 13 Mio. €
Bauherr: Muzeum Lotnictwa Polskiego
Projektteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski




Die Idee des Fliegens, der Geist des Ortes, die Struktur der Flugplatzanlage, die Faszination der historischen Technik - der Neubau des Museums für Luftfahrt greift die topologischen und gedanklichen Bezüge auf und verdichtet sie in einem zeichenhaften, expressiven Bauwerk.
Die alten Hangars des ehemaligen Flughafens Rakowice-Czyzyny lieferten das Modulmaß der quadratischen Grundplatte und die Höhe des Neubaus, die Gestalt entwickelt sich aus diesem Modul - eingeschnitten und gefalzt wie beim Falten eines Papierflugzeugs entsteht die Großform, ein Flügeldreieck, in Beton gegossen und dennoch leicht, wie ein Windrad oder ein Propeller.
Die Flügel öffnen sich großflächig verglast in alle Himmelsrichtungen. Größe und Ausrichtung bestimmen sich durch die unterschiedliche Nutzung.
Auf drei, dem Flügelgrundriss entsprechend, versetzten Ebenen entsteht ein Raumkontinuum mit vielfältigen Ein- und Ausblicken innerhalb des Gebäudes und auf die Freiraumausstellung.

Die Neuplanung des Aviation Parks vernetzt den Neubau, die acht historischen Hallen und die Open-Air-Ausstellung zu einem Besichtigungserlebnis. Historische Blickachsen sind aufgenommen, Alleen vervollständigt und Raumkanten zum Rollfeld ausgearbeitet - Episoden der Luftfahrt in den einzelnen Gebäuden zusammengefasst und mit großen „Bodenplatten“ für die Präsentation unter freiem Himmel erweitert. Über 150 Flugzeuge, Aviatikartifakte, Konstruktionsdokumente und historische Fotos gehören zu der Sammlung. Eine Besonderheit bilden Originale vom Beginn der Luftfahrt - wie z. B. die Jatho von 1903, die Grade und der Wright-Doppeldecker von 1909 oder die Etrich-Taube von 1911.

LTD-1
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Bürohaus für Mieter der Gesundheitsvorsorge, Hamburg
Wettbewerb 1. Preis 2003
Fertigstellung 2007
Größe BGF 26.643 qm
Baukosten € 22 Mio. €
Bauherr L.T.D. Lübeckertordamm Entwicklungs-GmbH, München



Im Rahmen der Revitalisierung des Stadtteils Hamburg St. Georg ist auf einer Teilfläche des Krankenhauses Hamburg St. Georg ein Ensemble aus Wohnbauten und einem Verwaltungsbau entstanden.

In logischer Folge sind die Kliniktrakte durch die neuen Wohnungsbauten fortgesetzt. Sie umfangen einen großzügigen, lärmgeschützten Innenhof, der den Bewohnern und den Mitarbeitern des Bürozentrums gleichermaßen zur Verfügung steht.

Den Kopf der Bebauung bildet das neue Bürogebäude. Durch die Figuration des aus vier bumerangförmigen Bauteilen zusammengesetzten Bauwerks ergeben sich wie selbstverständlich eine repräsentative Eingangssituation, ein Innenhof und eine Durchwegung bis in den rückwärtigen, begrünten Wohnhof sowie direkte Sonnenbelichtung und ein ungehinderter Weitblick für jedes Büro.

Das Gebäude ist als nachhaltiges, Ressourcen schonendes Haus geplant und gebaut. Der Baukörper ist komprimiert und flächenoptimiert. Zwei innen liegende Kerne erlauben eine flexible Nutzung und einfache Anpassung an zukünftige Nutzungserfordernisse. Die Baumaterialien sind mit Blauer Engel-Zertifizierung ökologisch unbedenklich. Der Primärenergiebedarf ist durch eine hoch wärmegedämmte Außenhülle, natürliche Lüftung (Doppelfassade), den Einsatz hocheffizienter Gebäudetechnik, Niedrigenergieheizung und Betonkernaktivierung sowie ein energieoptimiertes Beleuchtungskonzept minimiert.

BBI Business Park
Pysall Ruge  Architekten: Projekt BBI, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt BBI, Bild Nr.2
Pysall Ruge  Architekten: Projekt BBI, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt BBI, Bild Nr.4
Business Park am neuen internationalen Flughafen Berlin
Gutachterverfahren 1. Preis 2007
Baubeginn 2008
Größe Masterplan Baufeld 1 und 2 16 ha | Hochbau 130.000 qm BGF
Auftraggeber Berliner Flughäfen, Airport Berlin-Schönefeld GmbH



Zeitgleich mit dem Neubau des Flughafens „Berlin Brandenburg International“ (BBI) in Schönefeld entsteht am Nordostrand des Flughafens mit dem „BBI Business Park Berlin“ der größte Gewerbepark der Hauptstadt auf ca. 109 ha.

Die Eingangssituation zum Business Park wird durch zwei signifikante Baufelder gekennzeichnet. Die Konzeption für diese beiden Baufelder gliedert sich in zwei autarke „kontrapunktische“ Stadtfelder, deren Qualität über unterschiedliche Dichtemodelle und Stadtatmosphären erzeugt wird. Beide Quartiere sind als autarke, identitätsstiftende Strukturen in die vorhandene Auenlandschaft „gestellt“.

Das erste Baufeld, das sogenannte „Business Quarter“, bildet auf 6 ha ca. 130.000 Quadratmeter Flächen für Büros, Hotels, Gastronomie, Handel und Dienstleistung. Dieses Quartier weist eine flexible Struktur aus Baukörpern unterschiedlicher Höhe und Größe auf, die durch ihre Lage zueinander öffentliche Räume entstehen lassen.

Das „Service Quarter“ im 2. Baufeld bietet auf ca. 10 ha Flächen für service-orientierte Nutzungen an. Dieses Quartier weist eine flexible, bis zu dreigeschossige Baustruktur mit gewerbebedarfsorientierten Freiflächen und intensiver Durchgrünung auf.

Verdichtet mit urbaner Nutzung, belebt und vielfältig mit der Umgebung vernetzt, bildet das Business Quartier den Auftakt zu dem neuen Entwicklungsgebiet. Das Service Quartier wird aufgelockert, durchgrünt, in seinen Grenzen jedoch quartierbildend bebaut.

Die strenge räumliche Fassung gibt ein robustes Gerüst für die phasenweise Entwicklung beider Quartiere. Die Konzentrierung und Minimierung der versiegelten Flächen und Erhaltung großer Bereiche der urwüchsigen Auenlandschaft schaffen die Grundlage für die ökologisch sinnvolle, nachhaltige und ressourcenschonende Realisierung.
Tyniec
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Besucherzentrum und Museum für das Benediktinerkloster Tyniec, Polen
Wettbewerb 2008
Größe: Besucherzentrum 870 qm, Museum 1.105 qm „Alte Schmiede“ 420 qm, Parkplatz 150 Stp.
Baukosten: 10,0 Mio. €
Bauherr: Opactwo Benedyktynow w Tyncu, Krakow, Polen
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski



Das Benediktinerkloster Tyniec liegt auf einer Anhöhe direkt am Flusslauf der Weichsel. Noch heute als Kloster der Benediktiner genutzt ist es ein Ort der Ruhe und Kontemplation in einzigartiger Architektur und Umgebung.

In Volumen und Komposition von der Struktur des Dorfes abgeleitet ist das Besucherzentrum ein Ensemble aus Einzelbaukörpern vor den Toren des Klosters. Jedem Baukörper nur eine Funktion zugeordnet können sie voneinander getrennt oder über das Untergeschoss gemeinsam genutzt werden.

Der spezifische Charakter der Klosteranlage, die langen und hohen Mauerfluchten mit ihrer perspektivischen Wirkung sind übersetzt in angeschnittene, kubische gegeneinander gesetzte Baukörper. Die Bruchsteinwände, kontrastreich aufgepixelt, interpretiert in Sichtbetonwänden mit einem Spiel aus unregelmäßigen kleinen und großen - transparenten und semitransparenten Öffnungen. Eine abwechslungsreiche Beleuchtungsatmosphäre entsteht. Großflächig ausgeschnittene, verglaste Öffnungen sorgen für direktes Tageslicht sowie Aus- und Einblicke für die kubischen Baukörper.

Das Museum liegt introvertiert zwischen den Mauern der alten Wehranlagen und dem Kloster. Nur eine moderne, aus Corteenstahl gefertigte Zugangstür, kleine Belichtungsschlitze und Oberlichter in den historischen Mauern lassen hier die neue Funktion eines Museums erahnen.

Der respektvolle Umgang mit den Parametern des Ortes, die komprimierten, versiegelungsminimierten Baumassen - die Verwendung ressourcenschonender ökologischer Materialien sowie die Nutzung von Geothermie für die Heiz- und Kühllasten über Betonkernaktivierung komplementieren den Geist des Klosters von Tyniec mit einem nachhaltigen Bauwerk.

Swiss Sticks
Pysall Ruge  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.2
Pysall Ruge  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.5Pysall Ruge  Architekten: Projekt STIX, Bild Nr.6
Leitsystem für die An- und Abfahrtswege des Flughafen Zürich, Schweiz
Wettbewerb 2007
Auslober Unique (Flughafen Zürich AG)



Schneeverwehte Straßen, nur durch Stelen von der weißen Berglandschaft ablesbar, sind ein bekanntes Bild in den Schweizer Winteralpen. Ohne die Stelen - weiß der erfahrene Alpinist - ist der Weg oft nicht zu finden.

„Gruezi“ in rotweiß - „Adieu“ in weißrot, die Stelen führen den Ortsfremden zum Terminalgebäude oder von hier auf die Autobahn. Entfernung zum Flughafen und gefahrene Geschwindigkeit werden übersetzt in den Abstand der Stelen. Hoch und mit weitem Abstand beginnt die Begleitung analog einer Allee um zum Flughafen kurz und mit engem Abstand den Weg zu führen - oder umgekehrt - um den Ankommenden die Richtung in die Schweiz vorzugeben.

Mit LED-Beleuchtung und Sensoren bestückt nehmen sie die Zahl der vorbeifahrenden Autos auf und übersetzen die Verkehrsdichte in steigende Beleuchtungsstärke - Ressourcen sparend, da nur bei Bedarf die sicherheitsrelevante Straßenausleuchtung aktiviert wird.

Am Flughafen selbst führt die Stele weiter den Weg, denn sie enthält Informationen aus der Schweiz für Ankommende und Informationen über Flugverbindungen für Abreisende bereit.

Bandit Building
Pysall Ruge  Architekten: Projekt RÖ14A, Bild Nr.1
Pysall Ruge  Architekten: Projekt RÖ14A, Bild Nr.5
Neubau Wohn- und Geschäftshaus, Röntgenstrasse 14a, Berlin
Fertigstellung 2006
Wohnungen 874 qm
Einzelhandel 267 qm
Baukosten 1,2 Mio. €
Bauherr Bandit Helmets GmbH, Andreas Freundlieb



Das Wohn- und Geschäftshaus schließt eine Baulücke in einem typischen Quartiersblock von Berlin-Charlottenburg.

Mit einem Luftraum verbunden befinden sich im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss die Büro- und Geschäftsräume des Bauherrn.

Über die seitlich, direkt an der Brandwand angeordnete Erschließung werden die jeweils über die gesamte Geschossfläche angelegten Wohneinheiten erreicht.

Zu den Seiten geschlossen, zum Gartenhof voll verglast und zur Straße mit raumhohen Fenstern versehen können die Wohnungen „durchgewohnt“ werden. Zwei innen liegende Installationskerne sind so angeordnet, dass ein großer Raum mit vier abtrennbaren Bereichen entsteht. Ziel ist mit wenigen baulichen Vorgaben eine hohe Grundrissflexibilität für individuelle Wohnbedürfnisse und wechselnde Nutzeransprüche sicherzustellen.

Bereiche abzutrennen, zusammenzuschalten oder offenzuhalten verbleibt konsequenterweise beim Nutzer. Die Installationsführung berücksichtigt bereits die unterschiedlichen Möglichkeiten der Raumkonfiguration sowie des Auf- und auch des Rückbaus der Wände.

Mit dem Konzept wird einerseits dem sehr strengen Kostenrahmen und andererseits der seitens des Bauherrn angestrebten Gruppe von Nutzern mit offenen Wohnideen entsprochen.
Enerscape
Pysall Ruge  Architekten: Projekt RWTH, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt RWTH, Bild Nr.2
Pysall Ruge  Architekten: Projekt RWTH, Bild Nr.3
Campus für Forschungs- und Entwicklungsinstitute
Wettbewerb 2007
Größe Planungsgebiet 70.000 qm Hochbau 359.154 qm
Auftraggeber Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen



Enerscape - ist Name und Konzept, gebildet aus Energy und Landscape steht es für die Energien des Ortes, die Energie aus Forschung und Lehre, eingebettet in die Auenlandschaft von Aachen.

Die RWTH Aachen ist eine der führenden Technischen Universitäten Europas, die Erweiterung um einen neuen Campus soll Hochschulinstituten und Unternehmern aus der freien Wirtschaft eine Plattform für gemeinsame Forschung und Entwicklung geben.

Unsere Erweiterungsstrategie teilt die unterschiedlichen Fachgebiete in neun als modulare, phasenweise realisierbare Gebäudecluster auf.

Strenge Bebauungskanten schaffen eine klare Abgrenzung zum Grünraum. Die unterschiedliche Stellung der Gebäude zueinander, variable Höhen und Dichten erzeugen differenzierte Außenraumqualitäten.

Neben der aus Nutzung und Raumprogramm entwickelten Architektur- und Raumkomposition geben unterschiedliche Materialien jedem Cluster eine eigenen Identität.

Die Minimierung des Flächenverbrauchs durch hohe Verdichtung der Cluster bei gleichzeitiger großflächiger Beibehaltung der Auenlandschaft einerseits und die Ausnutzung der technischen Möglichkeiten anderseits sind die Parameter für den Betrieb als nachhaltige ressourcenschonende Immobilie.

Neben dem Einsatz hocheffizienter Anlagentechnik für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen (Erdwärme, Solarenergie) und der Verwendung von ökologischen Bauprodukten wird vorgeschlagen, durch Monitoring und intelligentes Gebäudemanagement einen nachhaltigen und energieeffizienten Betrieb sicherzustellen.
Muzeum Kantora
Pysall Ruge  Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.5
Pysall Ruge  Architekten: Projekt KANTOR, Bild Nr.8
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski, Dominik Darasz

Ein Platz der modernen Kunst in Krakau

Der Szczepanskiplatz und seine Umgebung entwickeln sich zu einem Ort der modernen Kunst in der Stadt Krakow. Der „Kunstpalast“, die Galerie „Bunker der Kunst“, das Wyspianski Museum und die Gallerie Krzysztofory befinden sich in unmittelbarer Nähe. Das Museum Tadeusz Kantors soll dieses Ensemble ergänzen. Derzeit fehlt in Krakow ein Museum für moderne Kunst. Am Szczepanskiplatz eröffnet sich nun die Möglichkeit, den Raum für zeitgenössische Kunst und Kultur zur Verfügung zu stellen.
Wir schlagen eine starke, aber subtile Umgestaltung des Szczepanskiplatzs vor. Dieser wird als Platz der modernen Kunst in der Stadt Krakow etabliert, ein Platz, der sich über- und unterirdisch in die historische Stadtstruktur einpasst.
Der Platz wird zum multifunktionalen öffentlichen Raum, der den Bedarf einer aktiven modernen Metropole sowie einer lebendigen Kulturszene befriedigt und sich in das Netzwerk der Aktivitäten der verschiedenen Plätze Krakows integriert.
In der städtischen Typologie sollen sich die öffentlichen Plätze Krakows als urbane Räume in Form eines Netzes verbinden. Dabei soll jeder Raum mit seinen eigenen thematischen Aktivitäten die Vielschichtigkeit des Ganzen hervorheben. Der Szczepanskiplatz wird nur für Fußgänger zugänglich, wodurch problemlos eine Reihe zeitgenössischer Kulturveranstaltungen im Freien - Ausstellungen, Kunstmessen, Konzerte und andere Kulturereignisse - ermöglicht werden.
Sitzplätze aus Naturstein und neu gepflanzte Bäume laden zum Verweilen und Diskutieren ein. Durch unterschiedliche Wasserspiele ändert sich das Aussehen des Platzes ständig, Kinder spielen in einer freundlichen Umgebung, Erwachsene entspannen und beobachten das bunte Treiben.
Die geätzten Glasquadrate, die wie Diamanten zwischen den Wasserspielen funkeln, dienen als Lichtquelle für das Museum unterhalb des Platzes. Ein Glaspavillon markiert den Eingang des Museums und dient als Kulturinformationszentrum der Stadt Krakow.
Art Plaza
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Pysall Ruge  Architekten: Projekt AP, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt AP, Bild Nr.8
Wettbewerbsteam: Justus Pysall, Peter Ruge, Bartlomiej Kisielewski, Dominik Darasz

Ein Platz der modernen Kunst in Krakau

Der Szczepanskiplatz und seine Umgebung entwickeln sich zu einem Ort der modernen Kunst in der Stadt Krakow. Der „Kunstpalast“, die Galerie „Bunker der Kunst“, das Wyspianski Museum und die Gallerie Krzysztofory befinden sich in unmittelbarer Nähe. Das Museum Tadeusz Kantors soll dieses Ensemble ergänzen. Derzeit fehlt in Krakow ein Museum für moderne Kunst. Am Szczepanskiplatz eröffnet sich nun die Möglichkeit, den Raum für zeitgenössische Kunst und Kultur zur Verfügung zu stellen.
Wir schlagen eine starke, aber subtile Umgestaltung des Szczepanskiplatzs vor. Dieser wird als Platz der modernen Kunst in der Stadt Krakow etabliert, ein Platz, der sich über- und unterirdisch in die historische Stadtstruktur einpasst.
ECB
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Europäische Zentralbank, Frankfurt am Main
Internationaler Wettbewerb 2003




Thema des Entwurfs ist die Wechselbeziehung von städtischen, europäischen und globalen Lebensgeschichten in der heutigen Zeit. Zu Zeiten der Globalisierung beschäftigen wir uns mit der Identität des Ortes: die bestehende Großmarkthalle, die Geschichte und die Bedingungen des Grundstücks, die Stadtstruktur, das regionale Klima und die Umgebung.
Wir kümmern uns um neue Funktionen und Anforderungen an das Gebäude, die ökologischen Verknüpfungen und die globale Verstrickung. Wir kümmern uns auf europäischer Ebene um den europäischen Geist, der gegenseitige Abhängigkeit von Individuen bedeutet, um die Leerstellen in der Stadt und die langfristige Einladung zur Globalisierung umsetzen zu können.
Gegenseitige Abhängigkeiten bedeuten Verantwortung für die nachhaltige Nutzung des Bodens, für die Erhaltung und Aufwertung der Leerstellen in der Stadt, für das Füllen der leeren Räume mit aktivem Leben. Im Sinne der Nutzung der bestehenden Orte für die urbane Struktur bildet die Großmarkthalle die Basis für das neue Gebäude, die Struktur des Grundstücks ist die Grundlage für Linien und Raster der Landschaftsgestaltung. Das neue Gebäude der EZB hat den geschichtlichen Bezug durch die bestehende Großmarkthalle. Der Neubau spiegelt das alte Gebäude vertikal an der Horizontallinie wider. Die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Alt und Neu wird durch verschiedenartige Formen ausgedrückt, wobei vertikale Öffnungen die Gebäudestruktur durchdringen.
VAE Mirage
Pysall Ruge  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.2Pysall Ruge  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.5Pysall Ruge  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.6
Pysall Ruge  Architekten: Projekt VAE, Bild Nr.7
Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate in Berlin
Wettbewerb 2000
Größe Büros 8.710 qm
Auslober Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, Berlin



Ein junges, modernes Land mit jahrhundertealter kultureller Tradition. In den Vereinigten Arabischen Emiraten verschmilzt der Zauber des Orients mit der Rationalität des Okzidents. So sieht der Entwurf für die Botschaft ein modernes, funktionales Gebäude mit Atrium und haushohem Wintergarten vor, das sich mit seiner Kubatur in den örtlichen Kontext fügt. Und doch wurzelt es in der arabischen Architekturgeschichte, denn es ist um einen Innenhof organisiert, in dem eine kleine, nach Mekka orientierte Moschee ihren Platz hat, nach außen vermittelt die Überlagerung unterschiedlicher Fassadengeometrien die Kultur des fremden Landes an die Passanten. Die mehrschichtigen Fassaden mit geätztem Glas, Rahmenwerk aus Edelstahl, Sonnenschutzgittern und Glaselementen in Kupferwandungen lassen an die geheimnisvollen halbdurchsichtigen Mushrabie-Wände denken. Wer sich der kunstvollen Hauptfassade nähert, erlebt aus unterschiedlichen Blickwinkeln ein sich wandelndes Farb- und Musterspiel, das Assoziationen an morgenländische Ornamentik weckt. Der Vexierbildeffekt entsteht durch den dichten Besatz der Fassade mit Keramikzylindern, die an Stirn- und Seitenflächen unterschiedliche Farben tragen. Schrägsicht, Frontalsicht, Durchsicht, das flammende Bild verändert sich wie eine mystische Mirage, eine Fata Morgana.

Das ganzheitliche Gebäudekonzept aus kompakter Bauweise, Zusammenspiel von Atrium und Doppelfassade für eine natürliche Klimatisierung sowie die Nutzung von Geothermie einerseits und die „Übersetzung“ arabischer Kultur andererseits macht das Haus selbst zur Botschaft für das junge, moderne Land mit jahrhundertealter arabischer Tradition.
HCC Wrap
Pysall Ruge  Architekten: Projekt HZK, Bild Nr.1
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Fassadenplanung für das Kongresszentrum in Hangzhou, China
Fertigstellung 2008
Größe Gebäude oberirdisch BGF 20.000 qm
Bauherr Stadtverwaltung von Hangzhou



Das Kongresszentrum ist das Zentrum der neuen Stadtverwaltung von Hangzhou, Landeshauptstadt der Zhejing Provinz. Die Form gleicht einem wertvollem Edelstein, gefasst durch die flankierenden Hochhäuser.

Die Strukturen einer Teeplantage mit unterschiedlich ausgerichteten und sich überlagernden Strukturen der Bewirtschaftungswege und Bepflanzungsnetze sind ein typisch regionales Bild aus der Provinz Zheijang, ein Hauptanbaugebiet für Tee in China. Dieses Bild greift die Konzeption der Fassade auf und entwickelt daraus eine Struktur, die sich als mehrschichtiges Gewebe um das Gebäude legt und dessen Körperhaftigkeit hervorhebt. In der Fernwirkung bildet die Fassade ein Volumen, näher kommend löst sie sich auf in ein Netzwerk aus Strukturen und Ebenen.

Die Übersetzung bzw. Einbeziehung regionaler Besonderheiten in der Erscheinung des Gebäudes zielt auf die Förderung der Identifikation der Einwohner von Hangzhou mit ihrer Stadtverwaltung.
Changsha MRD
Pysall Ruge  Architekten: Projekt CS, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt CS, Bild Nr.2
Pysall Ruge  Architekten: Projekt CS, Bild Nr.3
Masterplan für einen neuen MRD = Micro Residential District sowie vertiefende Hochbauplanung Wohnen, Bürgerzentrum, Schwimmhalle und Kindergarten, Changsha, China
Fertigstellung:2009
Größe Masterplan 23,2 ha
Geschossfläche 500.000 qm
Bauherr: Chang Sha Hui Feng Real Estate Ltd.



Der Masterplan für den MRD (Micro Residential District) in Changsha sieht 500.000 qm Wohnfläche auf 23,2 ha Land vor.

Im Süden des Distrikts sind sechs eigenständige Appartementhäuser mit besonderem Anspruch hinsichtlich Wohnform, Energieeffizienz und ökologisch sinnvoller Materialwahl auf Grundlage unserer Entwurfsplanung entstanden.

Die Gebäude vereinen die Parameter nordsüd-orientierter Wohntypologien chinesischer Wohngepflogenheiten mit modernen zweigeschossigen Einheiten, in denen durch Lufträume verbunden die Individualräume im oberen und die Wohnräume im unteren Geschoss angeordnet sind.

Nach Süden großflächig verglast, verschatten auskragende Balkone die Sommersonne. Im Winter sorgt die tief stehende Sonne für gute Belichtung und solare Wärmegewinnung. Die Beheizung erfolgt energieeffizient über ein Blockheizkraftwerk für den gesamten Distrikt, die Kühlung auf natürlichem Wege durch die Querlüftung der Appartements.

Rose of Mianyang
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Pysall Ruge  Architekten: Projekt MY, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt MY, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt MY, Bild Nr.5
Masterplan für die nachhaltige Stadtentwicklung von Mianyang, China
Wettbewerb 1. Preis 2006
Ausführung bis 2025
Größe: 1.800 ha
Bauherr: Sichuan Mianyang City



Mianyang liegt im Nordwesten der Provinz Sichuan. Noch heute zeugen eine Vielzahl von historischen Bauten und Gartenanlagen vom kulturellen Erbe der 1800 jährigen Geschichte. Eingebettet in eine Berglandschaft wird die Stadt durch drei hier zusammenkommende Flüsse geprägt. Sie ist Forschungs- und Hochtechnologiestandort. Aufgrund der hohen Lebens- und Arbeitsqualität erwartet Mianyang ein Wachstum von 600.000 auf 1,2 Mio. Einwohner bis zum Jahr 2025.

Das Strategiekonzept ist ein Leitbild, das eine Gliederung und Struktur im großen Maßstab vorgibt und das Ziel einer nachhaltigen ökologischen Stadtentwicklung verwirklichen lässt. Wie Blätter einer Blüte legen sich Grüngürtel mit Ringstraßen und Parkerweiterungen um die Stadt. Verbunden mit den Magistralen, den Boulevards und den Wegen entlang der Flüsse entsteht ein leistungsfähiges, auf nichtmotorisierte Erschließung zielendes Wegenetz.

Die Qualität der Altstadt Mianyang wird konsolidiert, neue Stadtquartiere mit unterschiedlichen urbanen Nutzungsschwerpunkten und Qualitäten hinzugefügt, mit eigenem Charakter und definierten Grenzen. Öffentliche Sphären und differenzierte Stadt- und Straßenräume rhythmisieren das Gesamtbild in eine Stadt mit individueller Identität.

Kurze Wege in und begrünte Verbindungen zwischen den Quartieren in Verbindung mit einem schienengebundenen Verkehrssystem überlassen den Bewohnern der Stadt die Straßen mit ihren Plätzen und zusammenhängenden Grünräumen in hoher urbaner Qualität.

Salon West
Pysall Ruge  Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.2Pysall Ruge  Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.3
Pysall Ruge  Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.11Pysall Ruge  Architekten: Projekt MYSalonWest, Bild Nr.18
Neues Stadtteilzentrum von Mianyang, China
Wettbewerb 1. Preis 2007
Abschluss Städtebauliche Planung 2008
Größe 306 ha
Bauherr Sichuan Mianyang City



Der Masterplan „The Rose of Mianyang“ bildet die Grundlage für die vertiefende Planung von Teilbereichen der zukünftigen Stadtentwicklung.

Das Planungsgebiet „Salon West“ wird vom fünften und vierten Grüngürtel sowie im Norden und Süden durch Flussläufe begrenzt. Die Changhong-Avenue durchzieht als Magistrale das Planungsgebiet von Westen nach Osten und bindet es an das Stadtzentrum und die Autobahn an. Der Salon West ist als Wissenschafts- und Forschungsstandort für Hochtechnologie entwickelt worden.

Die Analyse des Gebietes zeigt feingliedrige Baustrukturen überwiegend in Nord-Süd-Ausrichtung und Wegenetze in Quartieren, die durch Erschließungsstraßen begrenzt bzw. miteinander verbunden sind. Sie sind Zeugen der Geschichte und ihrer ehemaligen Nutzung.

Unser Konzept hat das Ziel, die Geschichte des Ortes, das Erlebte der Bewohner aufzunehmen und durch eine Überlagerung mit einem Städtebau hoher Dichte weiterzuführen.

Acht Parameter bilden die konzeptionelle Grundlage der städtebaulichen Entwicklung:

1 Der vierte und fünfte Ring bilden Grüne Gürtel im Westen und Osten als Naherholungsgebiete
2 Flussläufe im Norden und Süden
3 Begrünung und Durchlüftung mittels Nord-Süd verlaufender Korridore in Hauptwindrichtung
4 Verdichtung der Baumassen zur Hauptgeschäftsstraße
5 Erhaltung historischer Bausubstanz als Zeugen der Geschichte und städtebaulicher Entwicklung
6 Etablierung von Orten unterschiedlicher städtebaulicher Qualitäten, Atmosphären, Aktivitäten und Dichten (kommunale Orte, Märkte, Schulen, Bildungs- und Freizeitstätten usw.) mit identifikationsstiftendem Potenzial
7 Verbindung dieser Orte zu einem sich gegenseitig stimulierenden Netzwerk städtischer Aktivitäten
8 Streben nach einer harmonischen urbanen Atmosphäre

Das Strategiekonzept generiert unterschiedliche Dichtemodelle und Stadtatmosphären, identitätsstiftende Orte und Räume in einer flexiblen quartiersbildenden Struktur.

Die infrastrukturelle Planung, sowie der Bebauungsplan sind bereits rechtskräftig, so dass die einzelnen Grundstücksparzellen nunmehr durch Investoren bebaut werden können.
Textile City
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Pysall Ruge  Architekten: Projekt KQ, Bild Nr.13Pysall Ruge  Architekten: Projekt KQ, Bild Nr.19
Masterplan für die Stadterweiterung mit Textilmärkten und Büroflächen in Keqiao, China
Gutachten 2007
Größe 600 ha
Bauherr Stadtverwaltung von Keqiao, China



Keqiao in der Provinz Zhejiang ist Entwicklungsgebiet der 710.000 Einwohnerstadt Shaoxing im Süden der Bucht von Hangzhou.

Die Region genießt vielfältige naturräumliche Qualitäten durch unzählige Flüsse, Seen und Bergpanoramen sowie eine anhaltend rasante ökonomische Entwicklung.

Durch die Spezialisierung auf Textilien hat sich die Stadt zu einem der führenden Marktplätze in China ent-wickelt. Das circa sechs Quadratkilometer große Projektgebiet ist Bestandteil der Stadtentwicklungsplanung von Shaoxing Richtung Norden.

Die Konzeption beruht auf der besonderen landschaftlichen und verkehrstechnischen Situation des Gebietes, den Landschaftsräumen, den markanten Einzelbergen im Norden und der Bergkette im Süden, dem feingliedrigen Netz aus Wasserkanälen und dem raumgreifenden zentralen Verkehrsknotenpunkt zwischen der Nord-Südachse und der Stadtautobahn.

Textilien bilden die Grundlage für den Wohlstand der Stadt, die Sinnlichkeit der Stoffe, der Fasern und Farben, des Webens geben die Inspiration für die konzeptionelle Auseinandersetzung.

In der europäischen Planungsarbeit kaum angewendet findet die Lehre des Feng Shui in China tiefgreifende Berücksichtigung in allen Planungsphasen, beginnend mit dem Strategiekonzept für die Entwicklung des Masterplans.

So wird die positive Energie aus der Bergwelt in ihren Bewegungsbahnen, den Wasserläufen und Wegen, in die Stadt geleitet und über die Landschaftsräume, Parks und Alleen mit dem Gebauten verwebt - in die zukünftige „Textile City“.
MOCAPE
Pysall Ruge  Architekten: Projekt MOCAPE, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt MOCAPE, Bild Nr.2
Pysall Ruge  Architekten: Projekt MOCAPE, Bild Nr.3
Museum of Contemporary Art and Planning Exhibition in Shenzhen, China
Wettbewerb 2007
Grundstück 29.688 qm
BGF 89.271 qm



Das Museum für zeitgenössische Kunst und Architektur ist letzter Baustein des Ensembles von Kulturbauten im Zentrum Shenzhens.

Auf 38.500 qm werden moderne Kunst, Skulpturen und Design und auf 19.600 qm die Geschichte und Gegenwart von Architektur- und Stadtplanung gezeigt. Foyer, Multifunktionsräume, Auditorium, Konferenz-bereich, Restaurants, Buchläden und Administration werden auf einer Fläche von 22.000 qm gemeinsam genutzt.

Die skulpturale Großform wird aus acht übereinander gelegten, verdrehten elliptischen Scheiben entwickelt. Die Schichtung bildet Ausstellungsbereiche und Funktionen, die geschossweise die ständige Sammlung und temporäre Ausstellungen flexibel kombinieren lassen. Lufträume und offene Treppenverbindungen sorgen für eine gute Orientierung im Innenraum.

Die Verdrehung der Ebenen zueinander lässt Terrassen für Freiraumausstellungen und Restaurants sowie Überstände, deren medial bespielten Untersichten des Nachts den Vorplatz kunstvoll erleuchten, entstehen.
MFA Vietnam
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Außenministerium von Vietnam in Hanoi
Wettbewerb 2008
Gebäude BGF ca. 120.000 qm
Grundstück 71.438 qm



Eingebettet in eine Parklandschaft nimmt der Komplex für das neue Außenministerium von Vietnam thematisch und symbolisch Bezüge der Kultur und Tradition der Stadt Hanoi auf und verdichtet sie in eine Großform.

Ein multifunktionaler urbaner Platz dient feierlichen Zeremonien, Anlässen und der offiziellen Vorfahrt mit direktem Zugang in den gesicherten Bereich. Über eine Personalzufahrt erschlossen ist das Gebäude strikt in Sicherheitszonen unterteilt.

Mit Büroflächen für 2.500 Mitarbeiter umschließt die Großform zwei ineinander gehende Atrien, in denen, vor dem heißen Klima geschützt, Konferenzräume, Empfangszonen, Restaurants und Pausenbereiche den repräsentativen Bereich bilden.

Das Energie-, Klimatisierungs- und Beleuchtungskonzept ist als ganzheitliches Low Energy Concept ausgearbeitet, mit dem Ziel der Realisierung und Betreibung einer nachhaltigen, ökologisch sinnvollen Immobilie im gesamten Lebenszyklus.

Canada House | KGS Architects with PRvM
Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.2Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.5Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.6Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.7Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.8
Pysall Ruge  Architekten: Projekt CAN, Bild Nr.9
Botschaft von Kanada in Berlin sowie Mietflächen für Büro, Einzelhandel und Wohnen als PPP-Projekt
Fertigstellung 2006
Größe BGF 19.820 qm
Kosten 30,0 Mio. €
Bauherr Hannover Leasing GmbH & Co. KG

Architekt KGS Joint Venture Architects, Toronto with Pysall Ruge von Matt Architekten, Berlin



Das Kanada-Haus ist eines der ersten realisierten PPP-Projekte (Public Private Partnership) in Deutschland, der Staat von Kanada ist Mieter, die Hannover Leasing der private Finanzinvestor.

Unsere Aufgabe war es, auf Grundlage des Entwurfes des kanadischen Architektenteams die Planung der kanadischen Botschaft bezüglich der internen Abläufe zu optimieren, die Baukosten bei gleicher Qualität zu senken sowie die freivermietbaren Nutzflächen um ein Drittel zu erhöhen. Wir haben das Gebäude hierfür vom Vorentwurf bis zur Ausführungsplanung durchgeplant, detailliert und die Bauphase als künstlerische Bauleitung kontrolliert.

Das Kanada-Haus am Leipziger Platz in Berlin-Mitte versteht sich als kultureller Brückenschlag zwischen Kanada und Deutschland. Großformatige Fensterflächen und markanter kanadischer Tyndall-Naturstein aus Manitoba, Kanada heben das Gebäude als besonders einladend aus der Reihe der Neubauten hervor. Der Empfangsbereich der Botschaft liegt am Leipziger Platz, geprägt durch einen Wassergarten mit einem eineinhalb Stockwerke hohen, über eine Granitwand rauschenden Wasserfall setzt er sich bis weit in das Gebäudeinnere fort.

Die Komposition aus Baukörpern, der zylinderförmigen Timberhall mit Kanada-Lounge im EG und darüberliegendem Konferenzsaal sowie dem doppelgeschossigen Auditorium verbindet das Foyer mit der öffentlichen Passage, die den Leipziger Platz mit der Ebertstraße verbindet. Hier angeordnete Mietflächen für kanadische Unternehmen repräsentieren gemeinsam mit der Botschaft ein Stück Kanada in Berlin.
Von der Ebertstraße werden freivermietbare Büroflächen sowie Wohnungen in den Obergeschossen erschlossen. Mit Ausrichtung zum Brandenburger Tor und Leipziger Platz genießen sie ein besonderes Panorama.
Nordic Embassies | Berger + Parkkinen Architekten, Wien
Pysall Ruge  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.2Pysall Ruge  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt BNL, Bild Nr.4
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Neubau der Botschaften von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden und des Gemeinschaftsgebäudes „Felleshuis“ in Berlin
Fertigstellung 1999
Größe BGF 15.008 qm
Baukosten 40 Mio. €
Bauherr Die Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden vertreten durch Statens Fastighetsverk, Stockholm
Architekten
Ensemble u. Felleshuis: Berger + Parkkinen, Wien
Botschaft Dänemark: 3 x Nielsen, Århus
Botschaft Finnland: VIIVA, Helsinki
Botschaft Island: P.Kristmundsson, Reykjavik
Botschaft Norwegen: Snøhetta, Oslo
Botschaft Schweden: Wingårdh, Stockholm

Kontaktarchitekt und Bauleitung Pysall Ruge Architekten



Ensemble der Botschaften von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden

Signalwirkung für ein zusammenwachsendes Europa bildet das gemeinschaftlich genutzte Botschaftsareal der 5 nordischen Länder in Berlin-Tiergarten. Politische und kulturelle Unterschiede sowie nationale Einzelinteressen sind zugunsten des übergeordneten Gedankens einer pannordischen Interessenvertretung zusammengeschmolzen.
Architektonisch zelebriert durch ein sämtliche Botschaften umschlingendes Kupferband treten die Länder nach außen als ein Ensemble auf und setzen so ein kraftvolles “nordisches” Landmark, in dem jedes einzelne Land durch eine individuelle landestypisch geprägte Botschaft vertreten ist.

Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der hinsichtlich Architektur und Ausarbeitungsstandards höchst unterschiedlichen Landesplanungen und umfasste die Genehmigungs-, Fortführung der Ausführungsplanung, Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung für das gesamte Projekt bzw. jeder einzelnen Botschaft.

Royal Danish Embassy | Nielsen, Nielsen + Nielsen A/S, Århus
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Botschaft des Königreichs von Dänemark in Berlin
Fertigstellung 1999
Größe BGF 2.260 qm
Baukosten 7,0 Mio. €
Bauherr Danish Ministry of Housing and Building, Kopenhagen

Architekten Nielsen, Nielsen + Nielsen A/S, Århus
Kontaktarchitekt und Bauleitung Pysall Ruge Architekten



Skulpturaler Innenraum in minimalistischer Hülle

Aufklappbare perforierte Edelstahlplatten und stirnseitig eine gebäudehohe Verglasung bilden ein kühles zurückhaltendes, fast technisches Äußeres. Im Inneren entfaltet sich jedoch eine beeindruckende Raumwirkung. Zwei Büroflügel, der eine geometrisch scharf geschnitten und der andere, das geschwungene Äußere folgend, formen die glasgedeckte Innenhalle.
Im Kontrast zu dem edelstahlverkleideten Riegel verjüngt der geschwungene, mit Holzlamellen verkleidete Riegel nach oben hin den Innenraum. Neben dem dynamischen Raumeindruck ergeben sich
hierdurch nach oben einschließlich Botschafteretage größere Bürotiefen. Der freistehende Versorgungstrakt und eine Vielzahl von Brücken lassen das Atrium zum kommunikativen Herz der Botschaft werden. Die ausgewählte Verwendung von dänischen Materialien, Möbeln und Lampen lassen das Gebäude zu einer vielschichtigen Botschaft des Landes werden.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der dänischen Botschaft und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
Islandic Embassy | Palmár Kristmundsson, Reykjavik
Pysall Ruge  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.2Pysall Ruge  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.5
Pysall Ruge  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.6Pysall Ruge  Architekten: Projekt ISL, Bild Nr.7
Botschaft von Island in Berlin
Fertigstellung 1999
Größe BGF 467 qm
Baukosten 22 Mio. €
Bauherr Government Engineering Contracts, Reykjavik

Architekt Palmár Kristmundsson, Reykjavik
Kontaktarchitekt und Bauleitung Pysall Ruge Architekten



Kompositon aus rotem Ryolith, Lava, Holz und Beton

Roter Ryolith von der Ostküste Islands als Fassadenmaterial, Lavabrocken als skulpturaler Atriumboden, Sand gestrahlter Beton und gewellte Betonfertigteile ähnlich Wellblechelementen lassen den Kundigen das Gebäude sofort als isländische Botschaft erkennen.
Gegliedert in einen Bürotrakt mit gläsernem Flur zum Atrium und einem Versorgungsbereich erscheint das kleine Gebäude überraschend großzügig und elegant. Sorgsame Materialauswahl und durchdachte Details bis hin zu speziell angefertigten Türbeschlägen stehen für die hohen gestalterischen und handwerklichen Ansprüche der isländischen Baukultur.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der Botschaft von Island und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
Norwegian Embassy | Snøhetta arkitektur + landskap, Oslo
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Pysall Ruge  Architekten: Projekt NOR, Bild Nr.3
Botschaft von Norwegen in Berlin
Fertigstellung 1999
Größe BGF 1.223 qm
Baukosten 3,5 Mio. €
Bauherr Statsbygg, Public Construction and Property, Oslo

Architekt Snøhetta arkitektur + landskap, Oslo
Kontaktarchitekt und Bauleitung Pysall Ruge Architekten



Mit einem 120 t Monolith aus Granit holt die Botschaft ein Stück Norwegen nach Berlin

120 t schwer, 15 m hoch, 5 m breit, bildet ein Monolith aus norwegischem Granit die Eingangsfassade der norwegischen Botschaft. Mit einer Diamantbandsäge in einem Stück aus einem norwegischen Fjord gesägt und über Wasser- und Landweg nach Berlin transportiert wurde der Riese über das fertige Haus gehoben und punktgenau platziert.
Die gletscherdurchfurchte Oberfläche bildet die Außenfassade, die Innenfläche ist poliert. Die mit Glaslamellen versehenen flankierenden Ganzglasfassaden treten hinter diesem Gigant gänzlich zurück.
Vom Eingang unter dem Monolithen entwickelt sich das strenge, nach funktionalen und wirtschaftlichen Aspekten geplante Gebäude. Helles Holz und viel Glas bestimmen die ausgewogene zurückhaltende norwegische Gestaltung.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der Botschaft von Norwegen und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.

Royal Swedish Embassy | Wingårdh Arkitektkontor AB, Göteborg
Pysall Ruge  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.1
Pysall Ruge  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.2Pysall Ruge  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.3Pysall Ruge  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.5Pysall Ruge  Architekten: Projekt SWE, Bild Nr.6
Botschaft des Königreichs Schweden in Berlin
Fertigstellung 1999
Größe BGF 1.810 qm
Baukosten 6,3 Mio. €
Bauherr Statens Fastighetsverk, Stockholm

Architekt Wingardhs Architects, Göteborg
Kontaktarchitekt und Bauleitung Pysall Ruge Architekten



Einheit in der Vielfalt - die schwedische Botschaft als Komposition aus Raum und Material

Drei unterschiedliche Fassaden bilden den repräsentativen Charakter der schwedischen Botschaft - Streifen aus überlappenden schwarzen Diabasplatten und Fenstern die Eingangsfassade - von Kalkstein gerahmte Fensterflächen mit sandgestrahltem Sonnenschutz die Südfassade und zum Tiergarten eine große über 4 Geschosse reichende Öffnung. Hinter dieser haushohen Öffnung zum Tiergarten bildet ein Atrium das Herz der Botschaft. Die multifunktionale Fläche im EG sowie Aufenthaltsflächen und die offene Erschließung über eine Wendeltreppe und den gläsernen Aufzug lassen das Atrium zu einem Ort spontaner Kontaktmöglichkeiten werden. Gotländischer Kalkstein, Glas und gebeiztes Birkenholz prägen als beherrschende Materialien ein wohlig warmes Ambiente in der schwedischen Botschaft.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der schwedischen Botschaft und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
Finnish Embassy | VIIVA Arkkitehtuuri Oy, Helsinki
Pysall Ruge  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.2Pysall Ruge  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.3
Pysall Ruge  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.5Pysall Ruge  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.6Pysall Ruge  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.7Pysall Ruge  Architekten: Projekt FIN, Bild Nr.8
Botschaft von Finnland, Berlin
Fertigstellung 1999
Größe BGF 1.887 qm
Baukosten 5,6 Mio. €
Bauherr Ministry of Foreign Affairs, Helsinki

Architekten VIIVA Arkkitehtuuri Oy, Helsinki
Kontaktarchitekt und Bauleitung Pysall Ruge Architekten



Karg, streng und ehrlich - das Haus selbst als skulpturale Botschaft finnischer Ideale

Lärchenholzlamellen in raumhohen Stahlrahmen bilden den einheitlichen Gebäudeabschluss vor der Ganzglasfassade. Teilweise bis zu 90° geöffnet spielen sie mit der Kargheit des kubischen Baukörpers und lassen freien Blick und Einblick zu.
Die strenge Grundrissorganisation um ein Atrium mit einer Treppe bis zum Botschafter im obersten Geschoss sowie die reduzierte Materialwahl - Beton, Stahl, Aluminium und Glas - wird durch die Verwendung von hellen Birkenholzeinbauten im Innenbereich kontrastreich hervorgehoben.
Neben Empfangs- und Speisesaal mit Kamin gehört die obligatorische Sauna auch in der Botschaft zum Raumprogramm dieses finnischen Hauses.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung der Botschaft von Finnland und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.
Felleshuis | Berger + Parkkinen Architekten, Wien
Pysall Ruge  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.1Pysall Ruge  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.2Pysall Ruge  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.3
Pysall Ruge  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.4Pysall Ruge  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.5Pysall Ruge  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.6Pysall Ruge  Architekten: Projekt BMU, Bild Nr.7
Gemeinschaftsgebäude für die Botschaften von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden in Berlin
Fertigstellung 1999
Größe BGF 2.505 qm
Baukosten 6,0 Mio. €
Bauherr Statens Fastighetsverk, Stockholm

Architekten Berger + Parkkinen, Wien
Kontaktarchitekt und Bauleitung Pysall Ruge Architekten



Ausstellungen, Vorträge, Veranstaltungen - das „Felleshuis“ dient als Kommunikator zwischen den fünf nordischen Botschaften und der Öffentlichkeit

Im Ensemble der fünf nordischen Botschaften dient das “Felleshuis” mit großer einladender Eingangshalle, Ausstellungsebene, Dachterrasse, Vortragssaal für 100 Personen sowie mehreren Veranstaltungsräumen internen und vielfältigen öffentlichen Nutzungen.
Als informeller Ort des Gedankenaustauschs hat sich besonders das von allen nordischen Ländern gemeinsam genutzte Restaurant im obersten Stock etabliert. Darüber hinaus bildet das „Felleshuis“ die Sicherheitsschleuse zum Botschaftskomplex und beinhaltete die Konsulate der fünf nordischen Botschaften.
Die Aufgabe unseres Büros war die Umsetzung des „Felleshuis“ und umfasste die Genehmigungsplanung und Fortführung der Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Bauleitung für das Projekt.

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